.... mit Hunden wandern
.... mit Hunden wandern

Tourplanung

Ein freier Tag und du willst mit deinem Hund den Tag genießen.
Mal richtig raus, was neues ausprobieren und irgendwo hin wo du noch nicht warst, neue Eindrücke sammeln und was neues sehen ......
Ein solcher Tag kann wie ein Tag Urlaub sein und ich habe so einen Wandertag fest in meiner Wochenplanung.

Gerade wenn du noch keine große Erfahrung hast ist es oft nicht einfach einzuschätzen, was du dir und deinem Hund zumuten kannst.
Wenn du aber regelmäßg mit deinem Hund draußen unterwegs bis, täglich deine 1,5 Stunden am Stück spazieren gehst, dann kannst du dich idR. problemlos mit einer 6-10km Wanderung als Einstieg und Testtour für euer erstes Abenteuer auseinander setzen.
Als gute Faustregel kannst du bei einer einer normalen Schrittgeschwindigkeit und mäßig wechselndem Gelände von 3km/h ausgehen.

 

Die warscheinlich bekanntesten Tourenportale sind Kommot und Outdooractive. Schau dir beide an, sie sind ähnlich, mir zB. liegt Outdooractive mehr.

Solche Touren- / Wanderportale bieten eine Vielzahl an Wandertourenvorschlägen und Strecken, eingestellt von Touristinfos und Privatpersonen. Je nach deinem Erfahrungsgrad solltest du darauf achten, doch dazu weiter unten mehr.

Ich plane meine Strecken gerne am PC vor, da habe ich den größeren Bildschirm und ich finde es einfach bequemer. Über Outdooractive habe ich dann vom Handy aus Zugriff auf meine Favoritenliste mit Beschreibung, Karten, Höhenprofil, die Sehenswürdigkeiten auf der Strecke und den durchschnittlichem Anspruch sowie die zu erwartende Wanderzeit.

Die Strecke

Wenn du noch nicht viel Erfahrung hast oder unsicher bist und dich nicht verlaufen willst, dann achte bei der Auswahl der Strecke darauf,
das diese von einer Gemeinde, einem Wanderverein oder Touristinfo eingestellt wurde und über eine Ausschilderung verfügt!
Ausgeschilderte Wanderwege sind - je nach Ort oder Region mit Nummern, Namen, Symbol oder zum Beispiel wie hier auf dem Bild mit einem "roten Wandergeist" gekennzeichnet. Diese Streckensymbole findest du unterwegs meisst an Bäumen oder Pfosten als kleine Schilder, bei alten Wegen wie dem Harzer Hexenstieg z.B. sind viele mit Farbe an die Bäume gemalt und durch das Wachstum nicht immer gleich gut erkennbar.


Auf dem ausgewiesen Wanderparkplatz für die ausgesuchte Strecke findest du normalerweise nochmals eine Wanderkarte. Da sind der Streckenverlauf und die Sehenswürdigkeiten einzusehen.
Ein einfacher und hilfreicher Trick ist es diese Karte einfach vor Tourstart mit dem Handy zu fotografieren.
Nun hast du unterwegs sofort jederzeit Zugriff auf die Karte wenn du dich nochmal orientieren willst und wenn du zu jenen Menschen gehörst die ihre Bilder nach Wochen oder Monaten erst sichern hast du immer vor jeder Tour auch nach Jahren in deinen Bilderordnern noch die Hinweise welche Tour und wo du gewesen bist.

 

Es kann auch schon mal vorkommen das es viele Sehenswürdigkeiten auf deiner Wanderroute gibt und die gut gemeinte Beschilderung verwirrend ist. Dann ist es entspannend wenn du weist in welcher Reihenfolge du die tollen Punkte auf deiner Strecke antreffen sollst.

Schau daher auf der Karte nach markanten Punkten auf deiner Strecke wie extrem schafe Kurven, außergewönliche Wegkreuzungen die du passierst mit vielleicht 5 abführenden Wegen, Teiche oder Bachläufe, Ortschafen an denen du vorbei musst, Sehenswürdigkeiten wie eine Ruine, ein Aussichtspunkt oder anderes was dir hilft das du unterwegs kurz feststellen kannst das du richtig bist.


Auch bei einem noch so gut gepflegten oder ausgeschilderten Wanderweg kann es immer mal sein das du ein Hinweisschild übersiehst, das es zugewachsen ist oder ein Baum umgekippt ist.....
Eine Karte auf deinem Handy oder Fotoapparat auf die du zwischendurch schauen kannst schadet also nicht.

 

Und dann gibt es ja immer noch die Sache mit den Apps:
Hast du eine Lauf- oder Trackingapp mitlaufen, dann siehst du jeder Zeit wo du gestartet bis und wo du dich befindest, der Startpunkt ist also ganz einfach wieder zu finden.
Genau so ist es mit der Wanderapp der Trekkingportale, bei diesen kannst du dich sogar über die Wegstecke navigieren lassen oder zwischendurch mit einem klick deinen Standpunkt abfragen.

Dein Wandergepäck

Wie groß oder schwer dein Wanderrucksack sein muss oder kann musst du für dich selbst entscheiden. Ich  bin kein Freund davon hier ein "es muss unbedingt mit-Prediger" zu sein, aber......
Sicherlich gibt es sinvolle und unsinnige Dinge die du einpacken könntest, doch ein Tag kann ganz schön lang werden wenn du viel unnötig mitschleppst.

Bei deiner Wanderung solltest du dabei haben:

  • ausreichend Wasser für dein Hund
    (ich habe je Hund 1,5l für einen 15km Spaziergang mit bei wenn es wärmer als 20°C ist und ich nicht weiß ob ich unterwegs genug finde - das ist nicht übertrieben, denn Hunde überhitzen schnell!)
  • Getränke für dich
    (süßes Zeug ist nicht gut, besser Wasser, Mineralwasser oder Schorle. Bei anstrengenden Touren hilft mir auch O-Saft um verbrauchte Energie schnell wieder aufzufüllen)
  • Handy / Smartphone - also irgendwas womit du Kontakt in die Zivilisation herstellen kannst
  • ggf. ein GPS-Tracker - dieser kann gerade bei längeren Wegen gute Dienste leisten wenn du vielleicht kein Handyempfang hast,
  • ggf. Toursnack oder Verpflegung
    (dein Hund braucht bei einer 3-4 Stündigen Wanderung keine Mahlzeit zwischendurch, im Gegenteil, das wäre eher Kontaproduktiv.
    Eine Pausenverpflegung habe ich nur bei großen Strecken ab 6 Stunden dabei wenn eine echte Pause geplant ist. Dann habe ich für meinen Wauzi eine kleine Schale Dosenfleisch (max. 300g bei einem 60kg Hund) dabei als schnell verfügbare Energie. Dosenfleisch deswegen weil Trockenfutter schwerer im Magen liegen. Wenn du unsicher bist oder einen empfindlichen oder auch nur sehr bewegungsfreudigen Hund hast dann verzichte auf einen Pausensnack für deinen Hund.
  • ggf. Regenschutz
  • ggf. noch eine dünne Weste
  • kleines Erste-Hilfe-Set

Nach der Wanderung

Nach eurer Wanderung, wieder am Auto angekommen, glücklich und Zufrieden steht die Rückreise vor euch. Viele Hunde freuen sich nach einem anstrengenden Marsch das wohl bekannte Auto "plötzlich wiedergefunden" zu haben und bedanken sich überschwenglich für den tollen Tag. 
Wenn du deinem Hund jetzt noch was richtig gutes tun willst lässt du ihm eine ruhige Massage des Rückens und der Hüfte zukommen:-)
Ist nun auch für die Rückfahrt richtig vorgeplant worden, dann ist alles perfekt.

 

Sinnvoll im Auto für nach der Wanderung:

  • Reserve-Flasche mit Wasser für dich und deinen Hund
    (wenn euch das Wasser ausgegangen wird dein Hund dir dafür jetzt sehr dankbar sein. 
    Ein Tip für den Sommer: lege eure Getränke vor der Wanderung unter das Auto hinter den Reifen so das es ungesehen von andern Spaziergängern und Wanderern unter dem Auto liegt. Dadurch heizt sich euer Wasser nicht im Auto auf und hat auch bei Sommerlichen Temperaturen nach euer Rückkehr eine angenehme Trinktemperatur!)
  • Ersatzsocken und Schuhe
    (es ist so bähh wenn du nach der Wanderung vielleicht noch ne Stunde fahrt hast und das mit nassen Füßen machen sollst)
  • je nach Wetter / Jahreszeit eventuell auch eine Ersatzhose und Pulli / Shirt
  • Hunde-Bademantel / Handtuch für den Hund
    (gerade in der kalt-nassen Jahreszeit hab ich keine Decken sondern Badetücher für die Hunde im Auto liegen. Diese sind schnell zu waschen und ich kann wenn wir zuhause ankommen ein Großteil der Feuchtigkeit einfach mit raus nehmen aus dem Auto.
    Ziehe ich meinen nassen Hunden vor der Rückfahrt dann auch noch die Bademäntel am Auto an sind diese meist fasst trocken wenn wir zuhause ankommen:-))
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